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UNIFIL Libanon, UNO, Beginn: 1978

Die UNIFIL ist eine der ältesten Beobachtermissionen der UNO, sie existiert seit 1978. Ursache dafür war und ist der Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis, der sich teilweise im Libanon entlud. Des Weiteren herrschte im, von israelischen Truppen teilweise besetzten Südlibanon, ein Bürgerkrieg, welcher eine eigenständige Konfliktlösung erschwerte. Als sich 1970 die Lage im israelich-libanesischen Grenzgebiet verschlimmerte, legte die libanesische Regierung am 15. März 1978 beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen Protest gegen die israelische Invasion ein. Im selben Jahr verabschiedete der Rat die Resolutionen 425 und 426, mit denen er Israel zur unverzüglichen Einstellung der Militäraktionen, sowie zum vollständigen Abzug seiner Kräfte aus dem Libanon aufforderte. Weiterhin wurde die sofortige Aufstellung einer UN-Interimstruppe im Libanon, "United Nations Interim Force in Lebanon"(UNIFIL), beschlossen.

Die Beobachtermission hatte ursprünglich die Aufgabe, den Abzug der israelischen Truppen zu bestätigen, den die Resolution 425 einforderte. Außerdem sollte sie dazu dienen, den Frieden und die Sicherheit im südlichen Libanon wiederherzustellen und schließlich der libanesischen Regierung helfen, die Souveränität und ihre Autorität in dem Gebiet wieder zu erlangen. Seit dem israelischen Truppenabzug im Jahr 2000 konzentriert man sich wieder auf die Sicherung der gemeinsamen Staatsgrenze.

Am 11. August 2006 verabschiedete der Sicherheitsrat eine Resolution, welche die Einstellung der jüngst aufgeflammten Kämpfe forderte. Die Resolution sah "die unverzügliche Einstellung aller Angriffe durch die Hisbollah und die unverzügliche Einstellung aller offensiven Militäroperationen durch Israel" im Libanon vor (Libanonkrieg). Der Deutsche Bundestag verlängerte am 17. September 2008 das Mandat für den Einsatz deutscher Truppen im Rahmen von UNIFIL um weitere 15 Monate.

Die konkrete Aufgabe der Soldaten ist die Überwachung des Waffenstillstands an der Blauen Linie der UN, der 121 km langen Grenze zwischen Israel und dem Libanon.

Die Aufgabe der Bundeswehr ist die Kontrolle der Seewege, der Lufttransport und die humanitäre Hilfe. Ebenfalls werden libanesische Sicherheitskräfte bei der Ausbildung eigener Soldaten unterstützt und die Regierung wird militärisch beraten. Das Mandat für den Flottenverband ist robust, aber nicht offensiv ausgerichtet.

Thekla Nockert, März 2009