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KFOR Kosovo, NATO, Beginn: 1999

Mit dem Zerfall Jugoslawiens in den neunziger Jahren spitzte sich auch der ethnische Konflikt in der mehrheitlich von Albanern bewohnten serbischen Provinz Kosovo zu (Serbien). Der Weltsicherheitsrat forderte 1998 in einer Resolution die Einstellung aller Feindseligkeiten sowie den Abzug der jugoslawischen Volksarmee unnd der serbischen Sonderpolizei. Die Resolution blieb ohne Wirkung und die NATO-Operation "Allied Force" begann. Die Intervention der NATO erfolgte zunächst ohne UN-Mandat, die Begründung dafür war die Verhinderung einer humanitären Katastrophe. Der Kosovokrieg dauerte vom 24. März 1999 bis zum 10. Juni 1999. Am selben Tag wurde eine neue Resolution verabschiedet, die das Einrücken der "Kosovo Force"(KFOR) ermöglichte und die für ein sicheres Umfeld für die Rückkehr von Flüchtlingen sorgte. Alle Bemühungen, zwischen den Serben und den Albanern zu vermitteln, blieben bislang erfolglos. Am 17. Februar 2008 erklärte sich der Kosovo daraufhin einseitig für unabhängig.

Das Bundestagsmandat vom Juni 2008 gestattet den Einsatz deutscher Soldaten, solange ein Mandat der Vereinten Nationen, ein Beschluss des NATO-Rates und die Zustimmung des Bundestages vorliegen.

Ziel der Mission ist es, durch den Aufbau und die Erhaltung eines sicheren Umfeldes im Kosovo, durch die Demilitarisierung und die Förderung der Rückkehr von Flüchtlingen, ein friedliches, demokratisches Rechtsstaatsystem aufzubauen, welches vom Kosovo selbstständig verwaltet wird.

Zusätzlich wird Arbeit zur Wiederherstellung von Infrastruktur und zum Aufbau von Schulen und einem funktionierenden Bildungssystem geleistet.

Thekla Nockert, März 2009